Die Abnahme der Knochenmasse führt dazu, dass die Knochen an Stabilität verlieren. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Knochen so porös, dass bereits kleine Stürze, aber auch alltägliche Handgriffe, wie das Heben eines schweren Eimers, zu einem Knochenbruch führen können. Besonders anfällig für Brüche sind Wirbelkörper, Oberschenkelhals und Handgelenke. Ein Großteil der Wirbelkörperbrüche bleibt zunächst vom Betroffenen unbemerkt. Erst langfristig führen diese so genannten "stummen" Brüche bei den Betroffenen zu Schmerzen und Einschränkungen im Bewegungsapparat. Eine sichtbare Spätfolge im Bereich der Brustwirbelsäule ist beispielsweise der Witwenbuckel. Er entsteht dann, wenn mehrere geschädigte Brustwirbelkörper einbrechen, weil sie der Belastung nicht mehr standhalten können.
Wer bisher glaubte, Osteoporose sei eine reine Frauenkrankheit, wird eines besseren belehrt. Der Anteil an osteoporoseerkrankten Männern liegt bei 20 bis 30 %. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Anzahl der betroffenen Männer in Zukunft aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung und der veränderten Lebensweise weiter ansteigen wird.
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